Tag 5 – Widderstein

ROUTE: Baad – Bärgunttal – Bärgunthütte – Hochalppass – Seekopf – Widderstein Gipfel – Widdersteinhütte – Gemstelpass – Obere Gemstel Alpe – Hintere Gemstelhütte – Gemstelschönesboden Alpe – Bödmen DAUER: 9,5 Stunden

Der Widderstein ist mit 2533 Höhenmeter der höchste Gipfel im Kleinwalsertal. Die Besteigung ist die absolute Königstour und nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Daher klingelte der Wecker heute schon um 5:30 Uhr, da ich mit dem ersten Bus rund 45 Minuten bis nach Baad, ganz am Ende des Kleinwalsertals, fahren musste. Pünktlich um 7:00Uhr stand ich also am Start dieser langen Reise. Zuerst musste ich etwa 40 Mintuten durch, das zu dieser Uhrzeit noch im Schatten liegende, Bärgunttal bis zur Bärgunthütte laufen. Von dort aus führt der Weg weiter durch mehr oder weniger dichten Wald immer steiler ansteigend bis zum Hochalppass. Oben angekommen kam dann auch die Sonne zum Vorschein, die sich bis dato noch hinter dem Berg versteckt hatte.  Der Pass selber ist dann eine grüne Hochebene auf der der Weg relativ eben, vorbei an der verfallenen Zoll Hütte, bis zur Bärgunthoch-Alpe verläuft. Zwischen dieser Alpe und dem Einstieg zum Gipfel liegt am Seekopf, auf ca. 2000 Meter, noch der kleine Hochalpsee. Die nächsten 500 Höhenmeter bis zum Gipfel haben es dann in sich. Der Weg führt überwiegend eine steile Schlucht hinauf und ist eigentlich gar kein Weg, sondern hunderte kleine Wege, die man sich mühsam erklettern muss. Nur die weiß-blauen Markierungen weisen einem die ungefähre Richtung. Ich habe fast 2 Stunden bis zum Gipfel gebraucht. Oben angekommen entschädigt die grandiose Aussicht für alle Mühen. Es stand keine Wolke am Himmel. An dieser Stelle muss ich mich einmal bei meinem Vater bedanken, der mir sein Fernglas ausgeliehen hat. Es hat mir heute gute Dienste erwiesen. Für den Abstieg hieß es dann wieder alle Konzentration zu sammeln um den Abstieg unbeschadet zu überstehen. Gegen Mittag hatte ich dann die Widdersteinhütte erreicht, welche mir aber nicht gefallen hat. Sie ist irgendwie sehr lieblos und hat unverschämte Preise. Mir ist schon klar, dass Hütten aufgrund ihrer Lage immer etwas teurer sind, aber diese hat einen Materiallift und ist von Hochkrummbach zu Fuss in 30 Minuten zu erreichen. Es ist eben Geschmackssache. Ich bin also nur nach einer sehr kurzen Pause schon weiter gezogen. Immerhin lag ja noch ein gutes Stück Weg vor mir. Für den Rückweg musste ich zunächst weiter zum Gemstelpass, um von dort aus zur Obergemstel-Alpe abzusteigen. Der Weg dorthin führt über einige steile Serpentinen. Die Alpe selber ist sehr gemütlich, so dass ich mir hier noch eine Erfrischung gegönnt habe. Von nun an führt der Weg weiter in Richtung Gemsteltal bergab und wird etwas grüner. Um 15:00 Uhr stand ich schlussendlich am Ende des Gemsteltales an der Hinteren Gemstelhütte. Meine obligatorische Alpenmilch und meinen Kuchen habe ich allerdings erst an der nächsten Alpe, der Gemstelschönesboden Alpe, bestellt. Diese hatte mir im Juni schon sehr gut gefallen. Für mich die schönste Alpe im Gemsteltal. Der restliche Weg nach Bödmen zur Bushaltestelle führt dann parallel zum Fluss durch den schattigen Wald.

Früh um 7:00Uhr in Baad angekommen

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Das Tal im Schatten und der Widderstein glänzt einladend in der Sonne

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Die um diese Uhrzeit noch schlafende Bärgunthütte

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Im Anstieg zum Hochalppass

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Über den sehr grünen Pass weiter…

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… in Richtung Gipfel

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Noch zu Beginn des Anstiegs

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Ein Weg ist kaum zu erkennen. Es liegt sogar noch etwas Schnee…

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Der Grat kommt in Sicht

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Und endlich auch das Ziel vor Augen

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Widderstein Gipfelkreuz – 2533 Meter

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Geschafft und Glücklich

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Der Blick ins Kleinwalsertal

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Die Widderstein Hütte. Im Hintergrund der Gipfel

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Am Gemstelpass

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Obere Gemstel Alpe

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Gemstelschönesboden Alpe

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Bei Temperaturen im Tal an der 30 Grad Grenze kommt der Schatten sehr gelegen

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Ebenso ein kaltes Bad für die Füsse

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Servus bis Morgen

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