TAG 3 – Rubihorn

Route: Nebelhornbahn Station Seealpe > Roßbichel > Niedereck > Rubihorn Gipfel (1957m)> Unterer Gaisalpsee > Gaisalpe > Wallrafweg > Oberstdorf Dauer: ca. 6 Stunden

Der Regen hatte über Nacht aufgehört und auch für den Tag war kein weiterer Regen angesagt. Lediglich der Nebel hatte sich hartnäckig im Tal gehalten. Dennoch stand mein Plan für heute fest. Ich wollte unbedingt auf das Rubihorn. Schon im letzten Jahr habe ich den Weg an der Seealpe entdeckt und mir geschworen eines Tages dort hinauf zu gehen. Daher habe ich auch, entgegen der Route im Bergführer, die Station Seealpe als Start gewählt. Um 9:00 Uhr bin ich mit der Nebelhornbahn hinauf gefahren. Der komplette Berg lag im tiefen Nebel, so dass ich die erste Stunde eine Sicht von ca. 25m hatte. Man konnte leider nicht die Aussicht ins Tal genießen. Den Aufstieg über diese Seite hatten heute nur wenige gewählt, so wurde die Stille nur durch die sich immer weiter entfernende Seilbahn durchbrochen. Nach ungefähr 1,5 Stunden und unendlichen vielen Serpentinen, die sich zuerst durch den Wald und nach der Baumgrenze in einigen ausgesetzten und stahlseilversicherten Passagen, den Berg hinaufschlängelten stand ich am Niedereck. Inzwischen auch oberhalb der Nebeldecke und teilweise sonnigen Abschnitten. Von hier aus gabelt sich der Weg zum einem auf den Gipfel und zum anderen hinab Richtung Gaisalpsee. Von dort aus waren die meisten der anderen heraufgekommen, so dass es ab hier belebter wurde. Nach einer weiteren Viertelstunde stand ich am Gipfelkreuz. Nach einer relativ kurzen Rast, ich mag so viele Menschen nicht, machte ich mich an den Abstieg zum Gaisalpsee. Der Weg führte zuerst über einen Geröllhang und dann durch eine Ebene. Was beim Aufstieg noch die Geräuche der Nebelhornbahn waren, ist hier das Rauschen des Wasserfall des Sees der ständige Begleiter. Nach ca. 1 Stunde erreichte ich den unteren Gaisalpsee. Der Nebel im Tal hatte sich verzogen und das Wetter wurde deutlich besser und angenehmer. Zum ersten Mal konnte ich hier den Berg im Ganzen sehen. Zur Gaisalpe und zum Mittagessen war es dann noch ein Katzensprung. Über den Wallrafweg ging es dann gemütlich zurück nach Oberstdorf und zur Talstation. Es blieb sogar noch genügend Zeit um noch einmal aufs Nebelhorn zu fahren und ein paar Fotos zu machen. Das Wetter kann jetzt gerne so bleiben.

Der Aufstieg durch dichten Nebel…

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Niedereck – Der schmale Grat mit Blick zum Gipfel

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Am Gipfelkreuz – 1957m

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Im Vordergrund der Gaisalpsee und im Hintergrund das Rubihorn…

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Da oben war ich vorhin noch… Da schmeckt die Brotzeit doppelt so gut!

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Auslaufen auf dem Wallraffweg mit Blick ins mittlerweile sonnige Tal…

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Hier noch ein Panorama vom Nebelhorngipfel. Wer weiß wann der Nebel zurück kommt?

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Bilanz des Tages: 3x “Grüß Gott” (ja, ist mir so rausgerutscht) und 67x “Servus” (geht doch!)

TAG 2 – Vom Söllereck nach Riezlern

Heute hat es wie angekündigt bis zum Mittag geregnet und der Nebel ist allgegenwärtig. Daher war erst mal ein gemütliches Frühstück angesagt. Dabei habe ich eine interessante Reportage über die Umbauten an der Fiderepasshütte im bayerischen Fernsehen geschaut. Schon heftig, dass sich ein Kletterbagger drei Tage lang den Berg hinauf kämpfen muss um zur Hütte zu kommen und der Helikopter 80 mal am Tag hochfliegen muss um nur das nötigste an Baumaterial zu bringen. Im Juli werde ich mir das dann alles vor Ort anschauen können. Gegen 13:00 Uhr hat es endlich aufgehört zu regnen. Spontan habe ich mich dazu entschlossen mit der Söllereckbahn auf den Berg zu fahren und dann den Höhenweg nach Riezlern zu laufen. Durch dichten Nebel ging die Fahrt hinauf. In den Bergen muss man mit jedem Wetter etwas anfangen können. Ich mag an solchen Tagen die Ruhe und Stille. Man muss nicht alle paar Minuten “Grüß Gott” sagen, sondern kann endlich mal mit sich und der Natur alleine sein. Wobei ich wirklich mal gespannt bin wann mich der Blitz trifft. Ich muss mir wirklich mal angewöhnen “Servus” zu sagen. “Grüß Gott” ist als Atheist echt nicht gut. 🙂

In Riezlern angekommen hat der Regen wieder eingesetzt. Mit den Bus bin ich dann wieder zurück gefahren. Am späten Nachmittag war ich dann noch in der Therme. Oder besser gesagt in der Saunalandschaft. Es gibt dort einen wunderschönen Außenbereich mit Solebecken und freistehenden Sauna-Hütten. Ich war in der Alpensauna und in der Heusauna.

Und jetzt geht es ins Bett. Morgen soll das Wetter aufklaren und ich möchte auf´s Rubihorn. Servus und Gute Nacht

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Als Badewannen Fan habe ich kurz überlegt ein Bad zu nehmen…

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TAG 1 – Nebelhorn & Faltenbachtobel

Nach der Ankunft gegen Mittag ging es direkt rein in die Wanderschuhe und mit der Nebelhornbahn bis zum Gipfel. Ich habe den ersten Schnee dieses Jahr gesehen. Mehr aber auch nicht, da der Berg heute seinem Namen alle Ehre gemacht hat und tief im Nebel stand. Zurück habe ich es mir nicht nehmen lassen ab der Seealpe durch den Faltenbachtobel zu laufen. Aus allen Richtungen fließt das Schmelzwasser in Richtung Tal. Immer wieder beeindruckend. Es war sogar noch genug Zeit um einen Abstecher ins Trettachtal zum Gasthof Gruben zu machen. Da war es letzten Sommer schon sehr schön. An der glasklaren Trettach ging es dann zurück nach Oberstdorf…

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Es hat heute zwar nicht geregnet, aber ich hoffe, dass die Sonne sich bald auch mal sehen lässt.

Prolog

Die Taschen sind gepackt und die Schuhe geputzt. Morgen vor Sonnenaufgang geht es endlich los. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Morgen Abend melde ich mich dann schon aus den Bergen…