Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Rückreise & Fazit –

23. Juli 2015

Rückreise & Fazit

Auch am letzten Tag ging es wieder früh los. Schon um 6:00 Uhr saßen alle wehmütig und still beim Frühstück. Pünktlich um 6:45 Uhr setzte sich der Bus in Richtung Oberstdorf in Bewegung. Heute Morgen hatte es dann auch Andrea erwischt, so dass am Ende fast alle aus der Gruppe mal einen schlechten Tag hatten und kränkelten. Um 12:30 Uhr stoppte der Bus vor dem Oase Alpin Büro. Nachdem sich alle verabschiedet hatten ging jeder wieder seines Weges, aber nicht ohne ein zufriedenes Lächeln im Gesicht.

Ich für meinen Teil würde es wieder genauso machen. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, weniger Glück mit dem Hüttenvirus, aber wir hatten jederzeit eine tolle Gruppe in der ich mich sehr wohl gefühlt habe. Innerhalb weniger Tage sind wir ein verschworener Haufen geworden, der sich immer wieder gegenseitig motiviert und gestützt hat. In vielen Momenten war ich sehr demütig und nachdenklich. In mindestens genauso vielen Momenten der glücklichste Mensch der Welt. Ebenso bin ich an meine Grenzen gestoßen und bin stolz am Ende durchgehalten zu  haben. Ein Traum ist mit dieser Tour in Erfüllung gegangen.

Bis zu einer neuen Reise in den Bergen dieser Welt…

Wir laufen barfuß nach Italien

und verkaufen uns´re Schuh.

Setzen uns an den Straßenrand

und hör´n den Grillen zu.

Wir trinken Wein

bei Kerzenschein

tanzen zu Schallplattenmusik.

Machst mir ne´ lange Nase

wart´ ab bis ich Dich krieg´.

(Philipp Poisel)

Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Etappe 6 –

22. Juli 2015

Auf den Spuren des Europäischen Fernwanderweges Nr. 5 (E5) von Oberstdorf nach Meran

Geführte Gruppenwanderung durch “Oase Alpin” Oberstdorf

6. Etappe: Vent – Martin-Busch Hütte – Similaun Hütte – Vernagtstausee – Meran

Zwar noch nicht 100%ig fit, aber fit genug um die letzte Etappe anzugehen, standen die meisten, inklusive mir, am Morgen vor den Hotel. Nur zwei, ausgerechnet die sportlichsten und jüngsten der Gruppe, mussten den Bus nach Meran nehmen, weil es einfach nicht ging. Das erste Ziel des Tages war die Martin-Busch Hütte. Nach zwei Stunden Fußweg auf einem recht flachen und breiten Weg waren wir angekommen. Da sich am Himmel immer mehr Wolken zeigten, fiel die Pause recht kurz aus und wir machten uns auf in die nächsten beiden Stunden hinauf zur Similuan Hütte auf über 3000m. Der Weg wurde ab jetzt steiniger und schmaler und führte immer wieder über kleine Bäche und Gletschereste. Bei leichtem Nieselregen haben wir dann die Hütte erreicht. Sie steht genau auf dem Grad und auf der Grenze zu Italien. Ein gutes Gefühl bei der Ankunft, da meine Kräfte so grade gereicht haben. Nach der Mittagspause haben wir uns dann an den steilen Abstieg nach Vernagt gemacht. Schon von der Hütte aus kann man den Stausee und somit das Ziel sehen. Dennoch dauerte der Abstieg ungefähr drei Stunden, wobei es in der letzten Stunde zum ersten Mal während der letzten Tage hieß die Regenjacken rauszuholen. Am Tisenhof angekommen war die Freude und Rührung bei allen zu spüren. Überglücklich lagen wir uns in den Armen und jeder war sehr stolz auf sich und die anderen. Bei einem verdienten Glas Bier oder Wein haben wir lange dagesessen und von der Tour geschwärmt. Später hat uns dann ein Bus nach Meran zu unserem Hotel gefahren. Das Abendessen gab es dann an einer langen Tafel, bevor der Abend gemütlich am Hotelpool zu Ende ging.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Auf dem Weg zur Martin-Busch Hütte

P1030518_s

P1030520_s

P1030531_s

Weiter zur Similaun Hütte

P1030538_s

P1030543_s

P1030546_s

P1030548_s

Der Vernagt Stausee in Italien

P1030552_s

Der letzte Abstieg dieser Reise

P1030559_s

P1030568_s

P1030574_s

P1030589_s

P1030599_s

Das Hotel in Meran

IMG_1288_s

Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Etappe 5 –

21. Juli 2015

Auf den Spuren des Europäischen Fernwanderweges Nr. 5 (E5) von Oberstdorf nach Meran

Geführte Gruppenwanderung durch “Oase Alpin” Oberstdorf

5. Etappe: Eigentlich hätte heute der Abstieg von der Braunschweiger Hütte nach Vent auf dem Programm gestanden, aber krankheitsbedingt bin ich gestern schon nach Vent gefahren

Eine Nacht im Hotelbett wirkt Wunder. Ich fühlte mich nach dem Aufwachen trotz nächtlichem Schüttelfrost deutlich besser und war guter Hoffnung am nächsten Tag in die letzte Etappe starten zu können. Den Tag habe ich ganz gemütlich mit einem Frühstück begonnen und habe dann einen kleinen Spaziergang durch den überschaubaren Ort gemacht. Ab dem frühen Mittag trafen dann immer mehr aus der Gruppe am Hotel ein. Ich musste erfahren, dass es gestern noch weitere im Anstieg zur Braunschweiger Hütte mit den gleichen Symtomen erwischt. Ein kleines Grüppchen ist dann heute morgen schon ab dem Gletscher in Sölden mit dem Bus gefahren, weil sie nicht mehr konnten. Auch in vielen anderen Gruppen, die gerade auf dem E5 unterwegs sind gab es wohl Kranke. Der Virus zieht sich somit gerade über alle Hütten und den gesamten Weg. Am späten Nachmittag waren dann alle in Vent und es wurde gemeinsam gegessen.

Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Etappe 4 –

20. Juli 2015

Auf den Spuren des Europäischen Fernwanderweges Nr. 5 (E5) von Oberstdorf nach Meran

Geführte Gruppenwanderung durch “Oase Alpin” Oberstdorf

4. Etappe: Galflunhütte (1961m) – Larcheralm – Wenns – Bustransfer nach Mittelberg – Gletscherstube – Braunschweiger Hütte (2759m)

Gegen 4:00 Uhr bin ich wach geworden und hatte starke Bauchschmerzen. Beim Gang zur Toilette bin ich fast auf die Katze getreten die schlafend auf einer Treppenstufe lag. Ich fühlte mich dann auch wieder besser und habe bis 6:00 Uhr geschlafen, wie fast alle anderen auch. Leider habe ich schnell gemerkt, dass ich sehr schlapp war und mir irgendwie die Energie fehlte. Nicht nur mir, sondern einigen anderen ging es auch so. Dennoch habe ich mich guten Mutes fertig gemacht. Der Blick von der Hütte ins Tal war unbeschreiblich. Die Wolken hingen so tief im Tal, dass wir über den Wolken aufgewacht waren. Der morgentliche, zweistündige Abstieg nach Wenns ging dann sogar noch recht gut, wobei mir, unten angekommen, schon sehr flau war. Ein Bus hat uns dann bis nach Mittelberg im Piztal gefahren. Während der Fahrt habe ich dann entschieden die Etappe zu unterbrechen, da ich mich nicht fit genug für den anstehenden Aufstieg fühlte. Auch ein anderer Teilnehmer hatte ähnliche Probleme, so dass wir wieder mit dem Bus zurück nach Wenns und von dort mit mehreren Umstiegen bis nach Vent zum Etappeziel des Folgetages gefahren sind. Dort stand uns das Hotel schon zur Verfügung und wir konnten uns für die letzte Etappe erholen. Es war die beste Entscheidung, da ich in der nächsten Nacht von Schüttelfrost heimgesucht wurde. Auf der Hütte im Schlafsack wäre dies schrecklich geworden.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Aufwachen über den Wolken

IMG_1278_s

Im Abstieg nach Wenns

P1030438_s

Das Hotel Post in Vent

P1030463_s

Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Etappe 3 –

19. Juli 2015

Auf den Spuren des Europäischen Fernwanderweges Nr. 5 (E5) von Oberstdorf nach Meran

Geführte Gruppenwanderung durch “Oase Alpin” Oberstdorf

3. Etappe: Memminger Hütte (2242m) – Seescharte (2599m) – Zams (767m) – Venetbahn – Krahberg – Goglesalm – Galflunhütte (1961m)

Heute stand die längste und härteste Etappe auf dem Plan. Daher hieß es wieder früh aus dem Schlafsack schälen und um 6:30 Uhr in den Bergschuhen stecken. Die erste Stunde zog sich unsere bunte Karawane den steinigen Anstieg hinauf zur Seescharte. Nach dem höchsten Punkt des heutigen Tages sollte es dann die nächsten 5 Stunden über 2000 Höhenmeter bergab nach Zams gehen. Erst durch eine Geröllpassage, später dann durch einen wunderschönen Märchenwald, wo wir an einer kleinen Alm eine Rast gemacht haben. Die letzte Stunde vor Zams ging es dann in Serpentinen in pralller Sonne den Hang hinab. Man kam sich vor als würde man in einem Backofen laufen. Die Sonne gab alles, es waren gefühlte 40 Grad. In Zams angekommen haben sich dann alle zu einem schattigen Plätzchen mit einem Brunnen geschleppt und waren deutlich gezeichnet von den Strapazen. Unsere Rucksäcke wurden dort in einen Transporter verladen, so dass wir das letzte Drittel des Tages ohne schweres Gepäck laufen konnten. Durch den Ort ging es dann zur Talstation der Venetbahn, welche uns dann anschliessend ganz bequem auf den Krahberg gebracht hat. Auf der Terasse des Gipfelrestaurants gab es dann eine weitere Pause, bei deren Ende sich der Himmel verdunkelte. Wir machten uns dennoch auf den weiteren Weg zu unserem Nachtquatier. Immerhin hatten wir noch 2 Stunden Höhenweg vor uns. Kurz nach dem Start kam dann der befürchtete Wolkenbruch mit Hagel. Meinen Rucksack hatte ich bei strahlendem Sonnenschein, natürlich mit Regenjacke, vorher abgegeben. Zum Glück dauerte die Dusche nur 15 Minuten, dann kam die Sonne wieder zum Vorschein. Der Weg führte uns vorbei an der Goglesalm zur urigen Galflunhütte. Dort gibt es genau 30 Schlafplätze, so dass unsere Gruppe die Hütte für sich alleine hatte. Im Vergleich zu den anderen Hütten der letzten Tage war diese wirklich sehr spartanisch. Die Lager waren sehr gemütlich und der Ofen in der Küche heizte die komplette Hütte. Zum Abendessen gab es Kässpatzen aus großen gußeisernen Pfannen und es wurde gesungen und gelacht. Nach Jahrzehnten habe ich mal wieder Mäxchen gespielt. Zufrieden und glücklich sind alle in den Schlaf gefallen.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Startklarmachen am Morgen

P1030341_s

Auf einem schmalen Geröllpfad hinauf zur Seescharte

P1030350_s

Der traumhafte Blick ins Tal auf der anderen Seite der Scharte

P1030376_s

Immer weiter hinab ins Tal…

P1030383_s

… durch einen märchenhaften Wald

P1030390_s

P1030396_s

P1030399_s

Schritt für Schritt kommt Zams näher

P1030407_s

Mit der Venetbahn hinauf auf den Krahberg

P1030413_s

Sonne und Regen im Wechselspiel

P1030424_s

Am Etappenziel angekommen

P1030428_s

Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Etappe 2 –

18. Juli 2015

Auf den Spuren des Europäischen Fernwanderweges Nr. 5 (E5) von Oberstdorf nach Meran

Geführte Gruppenwanderung durch “Oase Alpin” Oberstdorf

2. Etappe: Kemptner Hütte (1844m) – Mädelejoch (2096m) – Holzgau (1114m) – Bustransfer ins Madautal – Memminger Hütte (2242m) – Seekogel (2412m)

Um 6:00 Uhr sind fast alle auf der Hütte aufgestanden. Wie auch beim letzten Mal war viel los auf der Hütte. Aber irgendwie haben es alle aus der Gruppe geschafft um 7:15 Uhr abmarschbereit vor der Hütte zu stehen. In zwei Gruppen ging es dann los in den Anstieg zum Mädelejoch. Die erste Gruppe, unter der Führung von Ralf, ging etwas zügiger. Ich habe mich daher für die zweite Gruppe mit Andrea als Wanderführerin entschieden, da der anschliessende Abstieg nach Holzgau sehr steil ist und ich nicht am ersten Tag direkt ausgepowert sein wollte. Nach ungefähr zwei Stunden haben wir dann die Roßgumpen Alpe erreicht und auch wieder die erste Gruppe getroffen. Spontan habe ich mich dazu entschieden in die erste Gruppe zu wechseln. Von dort ging es weiter bergab nach Holzgau, wo wir nach einer kurzen Rast in einen Bergsteigerbus gestiegen sind, der uns bis ins Madautal gefahren hat. Die Fahrt auf der schmalen Forststraße war sehr rasant und amüsant. Mehrmals haben alle den Atem angehalten und wir waren alle froh unbeschadet am Ziel angekommen zu sein. Die Fahrt endete an der Materialseilbahn der Memminger Hütte, mit der wir wieder unsere Rucksäcke zur Hütte transportieren konnten. Der eigentliche Aufstieg zur Memminger Hütte dauerte dann fast drei Stunden, wobei wir aber auch eine ausgiebige Rast an einem Wasserfall gemacht haben. Dort habe ich die Zeit genutzt um ein Schtuimändle (s.Fotos) zu bauen. Auf der Hütte angekommen gab es diesmal großere Lager statt Betten. Vor dem Abendessen bin ich dann in einer kleinen Gruppe zusammen mit Ralf noch auf den Hausberg, den Seekogel, gestiegen. Dort haben wir sogar Edelweiß gesehen. Eine Seltenheit. Nach dem Abstieg gab es dann anstelle einer Dusche ein erfrischendes Bad im nahegelegenen Alpsee. Die gefühlte Wassertemperatur lag knapp über 0 Grad. Aber die Dusche auf der Hütte wäre auch nicht wärmer gewesen. Als Ausklang des Abends gab es dann eine Kennlernrunde unter freiem Himmel, so dass sich jeder noch mal kurz vorstellen kund kurz erklären konnte, was ihn zu dieser Tour bewegt hat.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Nach einem kurzen Aufstieg zum Mädelejoch ist die Grenze zu Österreich erreicht

P1030243_S

Von dort an geht es immer bergab in Richtung Holzgau

P1030247_S

Die Roßgumpen Alm kommt in Sicht

P1030255_S

P1030256_S

Das Höhenbachtal ist wunderschön grün

P1030248_S

In Holzgau angekommen…

P1030269_S

An der Materialseilbahn der Memminger Hütte

P1030275_S

Rast am Wasserfall

P1030277_S

Mein Schtuimändle (Steinmännchen)

P1030283_S

Die Memminger Hütte

P1030295_s

Auf dem Seekogel

P1030311_s

P1030313_s

Der kühle Bergsee mit Schneestrand

P1030314_s

P1030317_s

Immer auf dem richtigen Weg bleiben… Morgen geht es nach Zams

P1030301_s

Abendstimmung an der Hütte

P1030331_s

Sommer 2015 – E5 Alpenüberquerung Etappe 1 –

17. Juli 2015

Auf den Spuren des Europäischen Fernwanderweges Nr. 5 (E5) von Oberstdorf nach Meran

Geführte Gruppenwanderung durch “Oase Alpin” Oberstdorf

1. Etappe: Oberstdorf – Bustransfer in die Spielmannsau – Sperrbachtobel – Kemptner Hütte

Heute hieß es wieder bei bestem Wanderwetter den Rucksack packen und das Auto zum Parkplatz bringen. Um 11:00 Uhr trafen sich alle Teilnehmer am Oase Alpin Büro am Bahnhof in Oberstdorf. Die Gruppe bestand als 24 Teilnehmern (20 Männern und 4 Frauen) und zwei Wanderführern (Andrea und Ralf). Nach dem Wiegen der Rucksäcke (meiner ist leider nicht leichter geworden, aber mit 8kg immer noch sehr gut), ging es dann mit drei Kleinbussen in die Spielmannsau. Den ersten Eindruck der wirklich bunt gemischten Truppe konnte man dann im Anstieg zur Kemptner Hütte gewinnen. Ich war, wie alle anderen auch, sehr gespannt mit wem man die nächsten Tage verbringen sollte. Die Rücksäcke konnten wir mit der Materialseilbahn zur Hütte hinauf schicken, so dass jeder nur seine Wasserflasche tragen musste. Das Tempo war sehr gemütlich, so dass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte. Der Ruhetag gestern war außerdem eine sehr gute Entscheidung. Nach einer etwas längeren Pause an der kleinen Gedenkstätte ging es durch den Sperrbachtobel weiter hinauf. Nach der Ankunft an der Hütte wurden die Zimmer aufgeteilt. Der Vorteil der geführten Wanderung ist, dass man hier dann auch Betten statt Lager bekommt und man deutlich besser schlafen kann, als bei meinem letzten Besuch im Matratzenlager. Beim gemeinsamen Abendessen und ersten Gesprächen lernten wir uns dann langsam alle kennen, bevor es früh ins Bett ging um für den nächsten Tag ausgeschlafen zu sein.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Am Start in der Spielmannsau

P1030233_s

Die Rucksäcke werden in die Materialseilbahn verfrachtet

P1030235_s

Eine alte Bekannte, die Kemptner Hütte

P1030237_s

Sommer 2015 – Enzian Hütte –

15. Juli 2015

Oberstdorf – Bus bis Alpe Eschbach – Buchrainer Alpe – Peter´s Älpele – Enzian Hütte – Breitengehren Alpe – Alpe Eschbach – Bus nach Oberstdorf

Für den heutigen Tag hatte ich mir die Enzian Hütte als Ziel gesetzt. Diese hatte ich auch schon 2014 auf dem Zettel, aber irgendwie hatte sich das nicht ergeben. Über die Hütte sagt man, dass man dort sehr gut essen kann. Also ein guter Grund hinzugehen. Schon im Bus zur Alpe Eschbach war es sehr warm. Die ersten Meter des Weges läuft man zum Glück durch Wald hinauf zur Buchrainer Alpe. Nach einer kurzen Pause ging es weiter rauf zur Peter´s Älpele. Der weitere Aufstieg zur Enzian Hütte hatte es in sich. Den gestrigen Tag mit seinen fast 25km Fussmarsch spürte ich deutlich in den Knochen. Auf der Hütte angekommen musste also eine Belohnung her. Also bestellte ich den Kaiserschmarrn. Ein Traum. Einziges Manko an der Hütte ist die etwas unschöne Baustelle, die es etwas ungemütlich auf der Terasse macht. Die Hütte bekommt eine Materialseilbahn. Nach dem Abstieg habe ich die Füsse in den Fluss gehalten und mich abgekühlt, bevor ich wieder mit dem Bus nach Oberstdorf gefahren bin. Abends bin ich früh ins Bett gefallen und für den nächsten Tag einen wirklichen Ruhetag ohne Tour eingeplant, um für die Alpenüberquerung fit zu sein.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Morgens im Rappenalptal

P1030174_s

Die Enzian Hütte schon in Sichtweite

P1030173_s

Im Anstieg

P1030184_s

P1030195_s

Die Enzian Hütte

P1030205_s

Schmackofatz

P1030203_s

Heimweg

P1030212_s

P1030218_s

IMG_1266_s

Sommer 2015 – Stutzalpe –

14. Juli 2015

Bus ins Kleinwalsertal (Walserhaus) – Unterer Höhenweg – Bühl Alpe – Stutz Alpe – Oberer Höhenweg – Schöntalhof – Naturlehrpfad Schwarzwasser – Kesselschwand – Mahdtalhaus – Schwarzwasserbachweg – Waldhaus – Bus nach Oberstdorf

Heute war die Sonne wieder voll in ihrem Element. Das Frühstück auf der Hotelterasse war wundervoll. Gemütlich mit einem kleinen, leichten Rucksack ging es mit dem Bus ins Kleinwalsertal bis zum Walserhaus. Von dort zur Abwechslung mal auf dem weniger frequentierten Unteren Höhenweg zuerst bis zur Bühl Alpe und dann zu meiner geliebten Stutz Alpe. Dort habe ich zwei Stunden auf meinem Lieblingsplatz gesessen und es mir gut gehen lassen. Erst gegen 15:00 Uhr habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Dazu ging es zunächst auf dem bekannten Oberen Höhenweg in Richtung Heuberg. Dann über den Schöntalhof runter zum Schwarzwasser. Über schöne Wanderwege ging es weiter über Kesselschwand zum Mahdtalhaus. Der Schwarzwasserbachweg verläuft dann kühl im Schatten entlang des Fluss bis zum Walldhaus. Erst dort habe ich den Bus zurück nach Oberstdorf genommen.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Ein toller Tag im Kleinwalsertal

P1030052_s

P1030059_s

P1030061_s

Die Stutz Alpe

P1030062_s

Mein Lieblingsplatz zum Krafttanken

P1030066_s

IMG_1261_s

Der Rückweg verläuft unter der Walmendingerhornbahn…

P1030105_s

und über schöne, schattige Waldwege…

P1030121_s

… zum Fluss

P1030133_s

P1030155_s

Sommer 2015 – Steinbockrunde Etappe 5 –

13. Juli 2015

Kemptner Hütte (1844m) – Sperrbachtobel – Spielmannsau – Oberstdorf

Nach einer schlaflosen Nacht im Matratzenlager ging es um 8:30 Uhr bei leichtem Nieselregen durch den Sperrbachtobel nach Spielmannsau. Der Weg durch den Tobel ist wirklich schön und abwechslungsreich. Teilweise urwaldartig. Es geht vorbei an ein paar Wasserfällen, an einer kleinen Gedenkstätte und über ein paar Holzbrücken. Um 10:45 Uhr stand ich schlussendlich an der Haltestelle des Bergsteigerbus in Spielmannsau, der mich kurz darauf nach Oberstdorf gebracht hat. Es hatte aufgehört zu regnen, aber vom Abstieg war ich ziemlich durchnässt. So bin ich erstmal zu meinem Auto gegangen und habe mich umgezogen. Keine 200m vom Parkplatz entfernt liegt das Hotel Schellenberg, wo ich eigentlich erst ab dem 15.7. ein Zimmer gebucht hatte. Aber da mein Parkticket auslief und ich doch von den letzten Tagen geschlaucht war, habe ich mich dort schon früher eingebucht. Es war kein Problem mein Zimmer schon zu bekommen. Das Hotel ist sehr gepflegt und gemütlich und ein herzliches Familienunternehmen. Mein Zimmer hatte einen kleinen Balkon mit Blick auf die Nebelhornbahn. Nach einer ausgiebigen warmen Dusche (was für ein Luxux nach den Hütten), habe ich einen kleinen Spaziergang durch den Ort gemacht und etwas gegessen. Beim Essen habe ich mir überlegt wie die nächsten drei Tage bis zum Start der Alpenüberquerung aussehen sollen. Abends ging es dann noch für eine Stunde in den hoteleigenen Wellnessbereich. Ich hatte das Schwimmbad, den Whirlpool und die Sauna für mich alleine.

(Zum Vergrößern auf die Fotos klicken!)

Der Sperrbachtobel

P1030032_s

P1030033_s

P1030036_s