Tag 4 – Hoher Ifen

ROUTE: Auenhütte – Sessellift – Ifenhütte – Hoher Ifen Gipfel – Ifersgunt Alpe – Schwarzwasserhütte – Melköde – Auenhütte  DAUER: 8 Stunden

Der Tag heute stand ganz im Zeichen von Überraschungen. Aber fangen wir vorne an. Allen Vorurteilen zum Trotz hatte ich mich gestern Abend entschieden den Hohen Ifen ins Programm aufzunehmen. Im letzten Jahr war ich schon einmal dort, allerdings nur auf dem Panoramaweg. Der Ifen wirkte auf mich, mit seiner kahlen und wenig einladenden Silouette, nicht wirklich anziehend. Aber heute wollte ich ihm eine Chance geben. Und ich wurde nicht enttäuscht. Dies war die erste Überraschung. Die zweite folgte ungefähr nach 30 Minuten im ersten, recht steilen Stück des Anstiegs. Aufgrund des guten Wetters war relativ viel los, so dass ich einige Wanderer überholt und eingeholt habe, die kurz vor mir losgegangen waren. Einer dieser Menschen stellte sich beim Näherkommen als ein alter Bekannter heraus. Da steht auf einmal der Jochen, ein sehr sympatischer Kollege aus der gleichen Branche, neben mir und fotografiert Murmeltiere. Nach einem kurzen Plausch stand fest, dass wir uns die gleiche Tour herausgesucht hatten und beschlossen den Tag gemeinsam zu verbringen. Die schönsten Geschichten schreibt eben das Leben, wenn man überhaupt nicht damit rechnet. Grandios! Der Weg führte geradezu weiter in eine Art Geröllschlucht, an deren Ende (an der Ifenmulde) er sich dann zum einen weiter hinauf Richtung Gipfel, und zum anderen in Richtung Hahnenköpfle teilt. Da wir zum Gipfel wollten, mussten wir den Weg über das Geröllfeld auf die andere Seite der Schlucht nehmen. Dieser ist recht anspruchsvoll und bleibt es auch den gesamten Anstieg bis hinauf zum Plateau. Oben angekommen überrascht der Berg mit saftigen Wiesen, über die sich der Weg dann etwas einfacher bis zum Gipfel schlängelt. Am Gipfel selber bietet sich ein fabelhafter Rundum- und Fernblick. Kurz hinter dem Gipelkreuz auf 2230 Meter geht es ca. 700 Meter in die Tiefe. Nicht fürs Menschen mit Höhenangst. Nach einer ca. halbstündigen Pause machten wir uns an den Abstieg. Hierzu geht man auf dem selben Weg 10 Minuten zurück. Erst hier bemerkten wir ein großen Altschneefeld, welches uns beim Aufstieg nicht aufgefallen war. Der Abstieg erfolgt auf der anderen Seite des Plateaus und ist überwiegend sehr steil und mit Drahtseilen und Stahltritten gesichert, über die man meist rückwärts absteigt. Erst kurz vor der Ifersgunt Alpe wechselt der Weg zu einem Pfad über Wiesen und durch Wald. Nach 1,5 Stunden kam die Alpe sehr gelegen für eine Rast. Von der Alpe aus hat man noch ein mal einen wunderschönen Blick auf den Berg und das Gipfelkreuz. Über die Schwarzwasserhütte ging es dann weiter zur Melköde. Dort bin ich im Juni  nur vorbeigegangen und nicht eingekehrt. Dies haben wir nachgeholt. Der restliche Weg zum Ausgangspunkt, der Auenhütte, ist dann nur noch gemütliches Auslaufen…

Der Startpunkt der heutigen Tour

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Die ersten 300 Höhenmeter fährt man am besten bequem mit dem Sessellift

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Der Hohe Ifen. Der Gipfel liegt am äußersten Ende gaaaaaaanz rechts im Schatten…

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Die Dreibeinigen-Herrscher sind auch hier allgegenwärtig. Der Hahnenköpfle Lift für den Winter…

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Da steht auf einmal der Jochen 🙂

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Ein Blick zurück aus der Ifenmulde

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Der Einstieg aufs Plateau

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Der Gipfel auf 2230 Meter

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Da hinten ist irgendwo Italien…

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Ein Blick zurück beim Abstieg durch das Schwarzwassertal

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Ifersgunt Alpe

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Melköde

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Bis morgen…

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