TAG 5 – Von Gerstruben bis ins Oytal

Route: Trettachtal Abzw. Gerstruben – Bergdorf Gerstruben – Gerstrubner Alpe – Dietersbach Alpe – Älplesattel – Käser Alpe – Stuibenfall – Prinzenkreuz – Untere Guten Alpe – Oytalhaus – Jägerstand – Oberstdorf Dauer: 7 Stunden

Nach dem zwar langen, aber nicht so sportlichen Tag gestern musste heute wieder eine anspruchsvolle Tour her. Regen war erst für mittags angesagt, daher ging es mal wieder früh los. Der erste Bergsteigerbus brachte mich bis zum Abzweig Gerstruben ins Trettachtal. Pünktlich um 9:00 Uhr ging es von dort bei schönes Wetter los zum ersten Ziel, das Bergbauerndorf Gerstruben. Das höchste Dorf Deutschlands. Ich hatte mich für den Aufstieg über die für den Verkehr gesperrte Forststraße und entgegen den Aufstieg durch den Hölltobel entschlossen, da ich nicht wusste, ob der Weg durch den Tobel schon begehbar ist. Nach ca. 45 Minuten kam ich in Gerstruben an. Dort stehen nur noch wenige Häuser und eine kleine Kapelle. Aber alles wunderschön erhalten und gepflegt. Nun lag der lange Weg durch das komplette Dietersbachtal vor mir. Leider führt nur die Forststraße hinein und es gibt keine alternativen Wege. Eigentlich mag ich solche Strecken nicht besonders gerne, aber an Tagen wie heute, an denen das Wetter auch schnell wechseln kann, nehme ich das gerne in Kauf. An der unbewirtschafteten Gerstrubner Alpe habe ich dann die erste kurze Pause gemacht. Der Himmel zeigte sowohl blaue Stellen, als auch dunklere Wolken. Also hieß es keine Zeit zu verlieren. Eine gute halbe Stunde später stand ich am Ende des Tals an der Dietersbach Alpe. Mittlerweile fielen erste kleine Regentropfen, so dass ich dort erst mal abgewartet habe. Der weitere Plan war der Übergang ins Oytal über den Älpelesattel. Direkt hinter der Alpe führte der Weg steil bergauf. Bei Regen ein schwieriges Unterfangen. Nach ungefähr 10 Minuten war der Himmel wieder mehr blau als grau. Umkehren oder weitergehen? Jetzt oder Nie war die Divise. Der Anstieg hatte es in sich. Eine Stunde ging es sehr steil bergauf über einen kleinen sehr rutschigen Pfad. Immer wieder hieß es sich über Treppen aus Wurzeln hinauf zu kämpfen. Augen zu und durch, für große Pausen war keine Zeit. Ich war heilfroh als die letzten Meter des Weges vor mir lagen und schon der Sattel zu sehen war. Entschädigt für diese Mühen wurde ich durch eine Gemse und ein Murmeltier, welche meinen Weg kreutzen und sich mehr erschreckt haben als ich. Vom Sattel aus konnte ich nun ins Oytal blicken und mein nächstes Ziel, die Käser Alpe schon sehen. Genauso wie die Dietersbach Alpe liegt diese ganz am Ende des Tals. Ein Blick auf den Weg hinab ließ aber nichts Gutes erahnen. Bedingt durch die schattige Lage gab es noch einige Altschneefelder am Hang. Das erste direkt zum Einstieg auf den Abstiegspfad. Ungefähr 6m ging es mehr gleitend als laufend bergab. Auch danach war der Weg alles andere als ein Weg. Es war mehr ein Pfad der sich, teilweise durch Gestrüpp, den Hang herunterschlängelte. Das gemeine daran ist, dass man das Ziel permanet vor Augen hat, aber dennoch fast eine Stunde bis dahin braucht. Die letzten hundert Meter ging es dann aber über schöne Wiesen und kleine Bäche. Ein Traum. An der Alpe gab es zum Glück eine Erfrischung und einen Ofen, an dem ich etwas aufwärmen und trocknen konnte. Kaum war ich dort setzte der Regen ein. Was für ein Glück und Timing. 🙂 Mit Regenjacke im leichten Nieselregen ging es weiter vorbei am Stuibenfall und Prinzenkreuz zur Unteren Guten Alpe. Erst am Oytalhaus, nach einer verdienten Pause und einer heißen Suppe, klarte der Himmel wieder auf und die Sonne kam zurück. Perfektes Wetter um am Fluss zurück nach Oberstdorf zu laufen. Für das letzte Stück habe ich den Dr. Hohepadl Weg genommen. Der ist schöner und führt außerdem zum Jägerstand. Dort gab es zum Abschluss ein Stück Kuchen und ein kühles Radler.

Der Startpunkt ins Dietersbachtal

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Das Bergbauerndorf Gerstruben

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Der Weg ist das Ziel – Man schaut besser nicht auf die Zeitangaben 😉

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Gerstrubner Alpe (nicht bewirtschaftet)

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Blick von der Dietersbach Alpe zurück

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Der Blick hoch auf den “unschuldigen” Älpelesattel

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Geschafft aber glücklich auf dem Sattel angekommen… Die Käser Alpe schon in Sicht

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Die Käser Alpe am Ende der Welt 😉

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Blick zurück auf den Sattel und den Abstieg mit einigen Schneefeldern

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Gemütlich 🙂

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Am Stuibenfall

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Untere Guten Alpe

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Blick vom Oytalhaus zurück ins Tal hinein…

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Lieber links am Fluss entlang…

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Jägerstand

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Ich habe noch keinen Plan für morgen, lassen wir uns überraschen…

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