TAG 4 – Über die Kuhgehrenspitze ins Wildental

Route: Kanzelwandbahn Bergstation – Kuhgehrenspitze (1910m) – Innerkuhgehren Alpe – Wanne Alpe – Fluchtalpe – Innere Wiesalpe – Schwendle – Außerbödmen – Mittelberg – Walmendingerhorn Talstation Dauer: ca. 6 Stunden

Sommeranfang. Und die Sonne hat sich heute morgen tatsächlich schon gezeigt. Nach dem doch etwas anstrengendem Tag gestern hatte ich mir für heute eine etwas leichtere Tour vorgenommen und wollte den gesamten Tag in Österreich verbringen. Als Startpunkt diente die Bergstation der Kanzelwand, daher habe ich schon gegen 8:45 Uhr den Bus ins Kleinwalsertal genommen. Um kurz nach 9:00 Uhr war ich als einer der ersten oben an der Station. (Falls jetzt jemand denkt, dass ich faul bin und mich immer auf den Berg hochfahren lasse, der hat nur bedingt recht. Natürlich gibt es auch einen Fußweg nach oben, aber der ist wirklich nicht schön, sondern ist eine geteerte Fahrstraße, die einen 1,5 Stunden Zeit kostet und keinen Spaß macht. Ich bin lieber oben unterwegs und brauche meine Energie und Zeit dort.) Die Aussicht war wirklich wunderbar. Man konnte problemlos bis zu den Stationen am Fellhorn blicken. Der Weg führte mich dann zunächst rechts vorbei am noch geschlossenen Adlerhorst hinüber in Richtung Kuhgehrenspitze, die man die ganze Zeit schon in greifbarer Nähe sehen kann. Der Bergsportbericht hatte nicht gelogen und ich musste über einige Altschneefelder stiefeln. Auf der anderen Seite am Sattel angekommen war ich zum ersten mal heute kurz davor meine Pläne zu ändern und einen Abstecher auf die Hammerspitze zu machen. Einer der Aufstiege beginnt nämlich genau dort. Es sieht aus wie ein Katzensprung aber hätte mich locker eine Stunde hoch und eine Stunde wieder runter gekostet. Außerdem konnte man erkennen, dass der Weg auch dort über Schneefelder führt. Was bis hierhin kein Problem war, könnte dort oben aber eines werden. Daher entschied ich mich dagegen und nahm stattdessen den ca. 15 Minuten langen Anstieg zur Kuhgerenspitze (1910m) auf mich. Wieder zurück am Sattel ging der Weg nun auf der anderen Seite ohne Schnee über Alpwiesen hinab zur Innerkuhgehrenalpe auf 1673m. Eine wirklich wunderschöne Alpe mit toller Aussicht. Sogar einen Materiallift gib es dort zu bestaunen. (Ich finde diese Lifte besonders interessant, ich weiß nicht warum). Nach einer kurzen Rast und einem Blick in die Karte führte der Weg weiter am Berg hinauf zur verlassenen Wannealpe (1821m). Von dort aus kann man auch auf die Hammerspitze, aber auch hier wurde ich nicht schwach. Meine Route führte mich weiter bergab in Richtung Fluchtalpe. Irgendwann stand ich unter den Seilen der Materialbahn der Fiderepasshütte und musste dort zum zweiten mal mit mir kämpfen um nicht in Versuchung zu geraten den Abzweig zur selbigen zu nehmen. Man konnte den Pass schon erahnen und bei meinem Tempo wäre ich wahrscheinlich in einer Stunden an der Fiderepasshütte angekommen. Mit etwas Wehmut ging es aber weiter in Richtung Fluchtalpe. Leider war diese geschlossen. Es sieht aus als würde die Hütte komplett saniert und erweitert. Dort stand an der Talstation der Materialseilbahn auch der Kletterbagger, den ich zuvor im Fernsehen gesehen hatte. Im Hintergrund mündet das Schmelzwasser aus den umliegenden Bergen über einen Wasserfall im Wildentobel. Mein weiterer Weg führte mich immer am Bach entlang talwärts zu den Wiesalpen. Die Innere Wiesalpe hatte eine schöne Sonnenterasse für meine anstehende Brotzeit. Der weitere Weg nach Mittelberg teilt sich hier. Den schöneren von beiden, den durch Höfle, spare ich mir noch auf. Daher habe ich mich für den anderen über die Forststraße entschieden, da ich noch genug Zeit hatte um noch einen Abstecher auf das Walmindingerhorn zu machen, das schon den ganzen Tag einladend auf der gegenüberliegenden Seite lag. Von dort oben konnte ich noch einmal auf die gesamte heutige Strecke blicken. Sollte die nicht eigentlich eine einfache Tour werden? Das waren am Ende doch einige Kilometer.

Startpunkt Kanzelwandbahn Talstation

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Der Blick auf das Fellhorn

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Ausgangspunkt der Tagestour

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Über ein paar Altschneefelder ging es hinüber…

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Von links gekommen – gerade aus die Hammerspitze – rechts geht´s weiter – im Rücken die Kuhgehrenspitze

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Heute “nur” zum kleinen Gipfel

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Über Almwiesen zur Innerkuhgehren Alpe

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Auf der anderen Seite lacht das Walmendingerhorn

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Die Alpe schon in Sichtweite

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Wegweiser an der Wanne-Alpe

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Innere Wiesalpe

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Nach der verdienten Brotzeit ging es ca. 1 Stunde hinüber zur Walmendingerhornbahn mit einem Blick auf die heutige Tour

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Auf einem der Fotos versteckt sich ein “Grüß Gott”. Findest Du es?

(Man kann alle Fotos anklicken zum Vergrößern)

Servus bis morgen…

6 thoughts on “TAG 4 – Über die Kuhgehrenspitze ins Wildental

  1. Lieber Andi.
    Es ist Zeit für ein Selbstportrait!
    Als wir heute mit Ronja deinen Blog angeschaut haben, meinte sie ganz verständnislos:” Und wo ist der Andi?” 🙂

    Viel Freude weiterhin! Liebe Grüße von Stefan, Dine & Ronja

  2. Hi Andi,
    eine großartige Idee mit dem Blog…!
    Ich habe gerade das “Grüß Gott!” gefunden, darf ich schon verraten auf welchem Bild ;-P

    LG

    Marcus

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