Tag 9 – Dachstein – Austriahütte & Brandalm –

Gestern Abend und in der Nacht gab es hier ein heftiges Gewitter. Durch die Berge ist der Donner zehnmal lauter als im Flachland. Da ist man sehr froh, wenn man rechtzeitig daheim ist und sich die Decke über den Kopf ziehen kann. Heute Morgen gab es zwar noch ein paar Wolken, aber für den Tag war endlich wieder Sonnenschein angesagt. Pünktlich um 9:00 Uhr stand ich an der Flugschule “Aufwind” in Ramsau um den Gleitschirm-Schnupperkurz mitzumachen. Und Tobi, mein Pilot von gestern, war sogar der Fluglehrer. Insgesamt waren wir 9 SchülerInnen, aller Alterklassen. Ich durfte alleine einen Schirm benutzen, die anderen haben sich zuzweit je einen Schirm geteilt. Dies bedeutete für mich doppelt so viele Versuche, aber auch doppelt so oft den Schirm wieder den Hang hinauf schleppen. Fast 3 Stunden lang haben wir die ersten Schritte ausprobiert und am Ende ist jeder sogar ein paar Meter geflogen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, aber es war auch echt anstrengend. Gegen 12:00 Uhr war der Spaß vorbei. Mittlerweile war es sehr sonnig und warm geworden. Da ich ja schon in Ramsau war, bin ich dann bis zum Parkplatz am Gasthof Edelbrunn gefahren, um von dort aus noch eine kleine Tour zu starten. Ich hatte mich für eine Rundwanderung um den Brandriedel entschieden. Zuerst führt der Weg über einen kleinen Forstweg. Nach ca. 10 Minuten muss man sich für einen Aufstieg entscheiden. Gerne wäre ich den Jungfernsteig gegangen, aber es war schon relativ spät und sehr heiß. Der Vormittag war ja auch schon sehr anstrengend, so dass ich mich für die kürzere Variante über den Roseggersteig entschieden habe. Dieser ist zwar kürzer, aber trotzdem sehr steil. Durch den Wald geht es über Wurzeltreppen ungefähr eine halbe Stunde hoch zum Brandriedel und von dort aus sehr entspannt bergab zur Austriahütte. Im Keller der Hütte befindet sich das Alpin-Museum. Dies ist sehr klein, aber liebevoll gepflegt. Ein Besuch lohnt sich. Besonders interessant ist ein Buch, in das alle tödlichen Unfälle am Dachstein eingetragen sind. Es gibt Jahre, da passiert nichts, und es gibt Jahre, da sterben bis zu 10 Menschen am Berg. Irgendwie Gruselig, aber es zeigt einem auch wieder, dass man sehr viel Respekt vor den Bergen haben sollte. Nach einer Erfrischung auf der Terrasse, ging es weiter zur Brandalm. Diese liegt in unmittelbarer Nähe zur Austriahütte. Der Weg führt auch an einer Gedenkstätte für verunglückte Bergsteiger vorbei. An der Brandalm kam es dann wieder zu einer kleinen Zeitreise. Der Brunnen, bzw. die Tränke vor der Alm kam mir sehr bekannt vor. Hier war ich in den 1980er Jahren auch schon. Die Hütte der Alm wurde allerdings 2007 umgebaut. Der Abstieg erfolgt dann über eine Forststraße, vorbei am Dachsteinhaus. Auf dem Rückweg nach Schladming habe ich dann noch, auf Empfehlung, einen Zwischenstopp an der Jausenstation Gruberstuben gemacht. Diese hatte ich am Vormittag schon gesehen, da unmittelbar daneben der Übungshang der Flugschule ist.

Hier geht´s los…

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Am Brandriedel

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Ein kurzer Abstieg zur Austriahütte

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Brandalm

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Heute – 2014

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Gleiche Stelle – In den 80er Jahren 🙂

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Heute – 2014 

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Damals in den 80ern 🙂

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Bei schönstem Wetter geht es zurück ins Tal

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Der Blick auf Ramsau

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Das Dachsteinhaus

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Danke für den Tipp 😉

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Servus

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